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USA-Roadtrip New Mexico bis Kalifornien -
Epische Reise 2016-18,  USA

USA-Roadtrip New Mexico bis Kalifornien

USA Roadtrip – Epische Reise 2016-2018 Teil XIII

Tex-Cali

New Mexico

Als wir in Santa Fe ankommen, überschreiten wir die 20’000 Meilen Marke. Seit bald 5 Monaten sind wir auf diesem Roadtrip durch die USA und den Osten Kanadas unterwegs. Wir fühlen es. Langsam sind wir fahrmüde und freuen uns auf das Ende der Strasse.
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Texas haben wir hinter uns gelassen. New Mexico hält nicht mehr so viele Geheimnisse für uns bereit, weil wir es von früheren Reise kennen. Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf die alten Lehmbauten und die alternative Künstlerszene von Taos. Und vielleicht ein paar alte Bekannte.
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Im wilden Süden New Mexico in der hohen Steppe, wo sich früher Cowboys und Indianer Gute Nacht sagten, ist die Luft trotz Sonnenschein schon beträchtlich kalt geworden. Es ist spürbar November.
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Von Albuquerque führt die Strasse weiter hinauf in die Berge nach Santa Fe. Dieser bekannten Kleinstadt haben wir noch nie einen Besuch abgestattet. Das holen wir heute nach.
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Wie erwartet ist es ein Touristenjuwel. Trendige Cafés wechseln sich ab mit Kunstgalerien, die Hand in Hand gehen mit Souvenirläden. Einige der angebotenen Kunstplastiken und -gemälden faszinieren uns. Sie scheinen direkt aus der Indianer-Mythologie (Native Americans, wie sie hier genannt werden) entsprungen zu sein. Natürlich mit einem grosszügigen Touch von modernem Hippie-Flair.
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Eineinhalb Stunden nördlich befindet sich Taos, am Rande der Berge, wo schon bald die Ski-Saison beginnt. Wir haben schon gezeltet hier. Kalt. Deswegen befällt uns kein schlechtes Gewissen, als wir für zwei Nächte in ein Motel einchecken.
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Taos ist eine kleinere, ruhigere Version von Santa Fe. Hier haben sich schon vor Jahrzehnten viele Hippies, Künstler und sonstige alternativ Lebende zurückgezogen. Wir fühlen uns wohl in Taos. Die Lehmfassaden versetzen uns in der Zeit zurück. Am Blackboard der lokalen Bücherei und des Plattenladens lesen wir von den verschiedensten kunterbunten Projekten.
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Den Hanuman-Tempel besuchen wir nicht mehr. Er hat uns 2010, als wir das erste Mal hier waren schon nicht wirklich interessiert. Aber den Zen-Priester Stan, den wir damals beim gemeinsamen Essen im Tempel kennen lernten, würden wir gerne nochmals sehen.
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Ob es ihn noch gibt? Er war damals schon über 90 Jahre alt, obwohl wir ihm das kaum anmerkten. Nur über ihn zu schreiben, zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht 🙂 Wenn du seine Geschichte noch nicht kennst, kannst du sie hier nachlesen: Taos und der Zen-Priester (der vorletzte Abschnitt des Berichts).
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Später im Motel lese ich im Internet, das Stanley vor nicht einmal einem Jahr diese Welt verlassen hat. Aber die Erinnerung an ihn wird in uns weiterleben und, da bin ich sicher, sein Spirit liegt noch immer über Taos.
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Erdschiffe in Taos

Ausserhalb der Stadt in der Hochplateau-Ebene sehen wir uns das Earthship-Museum an. Es besteht aus einem Vorzeigehaus, wo wir über die Prinzipien des „Erdschiffs“ unterrichtet werden und einer Earthship-Uni, wo jede und jeder, das Handwerk bis zur Projektleitung des Baus eines Earthships erlernen kann.
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Diese autarke Gebäude bestehen aus recycletem Material, wie alten Autoreifen und Glasflaschen, beziehen Energie aus Solarstrom und sind so ausgelegt, dass sie das gesammelte Regenwasser komplett ausnutzen. Das heisst, Trinkwasser wird gefiltert, Grauwasser wird zur Klospülung und Schwarzwasser zur Düngung der Pflanzen gebraucht. Gerade hier in der Wüste ist das sparsame Umgehen mit Wasser ein wichtiger Punkt.
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Der gegen Süden ausgerichtete, im Haus integrierten Wintergarten erlaubt die ganzjährige Ernte von Obst und Gemüse. Die Lehmmauern bewirken, dass die Temperaturen im Inneren im Winter wie im Sommer relativ konstant bleiben.
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Die Idee des Earthship wurde in den 1970er-Jahren vom amerikanischen Architekten Michael Reynolds entwickelt und ist heute weltweit genutztes Konzept.
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Die Hopis

Wir fahren weiter ins furztrockene Arizona. Dort besuchen wir das Reservat der Hopi-Indianer, die auch heute noch, nicht wie andere indigene Stämme Nordamerikas, ihre Traditionen bewahren. Deshalb ist der Besuch ihrer Dörfer und Städte nur mit ihrer Genehmigung erlaubt.
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So bleiben wir vor allem auf dem Highway und sehen uns die trockenen Weiten, in denen felsige Plateaus aufragen, sogenannten Mesas, aus der ferne an. Auf drei solchen Mesas haben die Hopis ihre Siedlungen errichtet.
Seit Jahrhunderten bewohnen sie dieses Gebiet, das heute mitten im Reservat der Navajos liegt. Sie sind die westlichste Gruppe der Pueblo-Indianer und nennen sich auch Hopituh Shinumu, „friedfertiges Volk“.
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Kurz kommen wir in ein Gespräch mit einem indigenen Verkäufer, der auf einem Rastplatz sein und das Kunsthandwerk seiner Familie oder Sippe anpreist.
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Er sagt, dass er und die Seinen in dieser kargen Einöde nur dank der Gunst der Geister, für die sie ihre Zeremonien abhalten, überleben können. Sie brauchen keine Bewässerung für ihre Maisfelder, obwohl es nur selten regnet. Dafür beten und tanzen sie.

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Der Aufbau der Gesellschaft der Hopis, die Lebensweise und ihrer Götterwelt sind äusserst komplex und ich kann mich leider nur an wenige Details erinnern. Vor allem ist mir geblieben, dass sie im Einklang mit der Natur leben und obwohl sie heutzutage ein kleines Einkommen aus selbstgemachten Souvenirs haben, noch immer dieses traditionelle Leben hüten.
Nach ihrer Mythologie leben wir bereits in der vierten Welt, nachdem der Schöpfer die drei vorherigen zerstört hat, weil die Menschen böse wurden.
Dazu dieser kurze Abschnitt von Wikipedia:
 
Die Hopi glauben, dass in naher Zukunft das fünfte Zeitalter beginnt, da Prophezeiungen zum Ende der vierten Welt bereits eingetreten seien: mit dem Kürbis voll Asche wurde die Atombombe gedeutet, und das Haus aus Glas, wo sich die Völker treffen als das UN-Gebäude in New York. Laut den Legenden soll es überall auf der Erde brennen und eine Zeit großer Umwälzungen beginnen. Nur Menschen, die es nicht verlernt haben, mit der Natur zu leben, würden überleben. Mehrfache Versuche der Hopi, im Weißen Haus und vor den Vereinten Nationen vorzusprechen, wurden ignoriert. Diese Versuche, mit der westlichen Kultur in Dialog treten zu müssen, sind ebenfalls Teil ihrer Mythen.
 
Hier geht’s zum gesamten Bericht über die Hopis auf Wikipedia.
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Der Kreis schliesst sich

Für uns geht es weiter gen Westen, zurück in die westliche Zivilisation.
Wir halten nur noch, um zu übernachten. Auf einem Camping nach der Grenze zu Kalifornien sehen wir seit langem wieder Schnee. Brrrrr…. Schnell weiter.
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Als wir die Pazifikküste erreichen, ist alles wieder kalifornischer Sonnenschein. Meer, Palmen, Surfer. So auch in Santa Cruz, südlich von San Francisco, wo wir Geoff besuchen. Hier nutzt er nicht nur die fabelhaften Wellen, sondern vertieft auch seine Handfertigkeit im Gitarrenbau.
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Wir nähern uns unterdessen immer schneller dem Ende unseres monumentalen USA-Roadtrips. Ohne grössere Panne erreichen wir nach 21000 Meilen und 5 Monaten den Ausgangspunkt unserer Reise bei Misha und Charlie im Anderson Valley.
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Wir setzen ein Zeichen auf einem kostenlosen Camping im National Forest
Wir setzen ein Zeichen auf einem kostenlosen Camping im National Forest
Unsere lieben Freunde nehmen uns auf, wie sie es schon abermals getan haben. Wir fühlen willkommen, Teil der Familie. Wir kommen zwar noch in den Genuss von ein paar Ausflügen, sogar ein-, zweimal zu Pferd, haben aber vor allem noch eines im Sinn.
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Wir müssen, bevor diese epische Reise ins nächste Kapitel übergeht, unseren treuen Van verkaufen. Wir inserieren ihn online und im lokalen Radio und geben ihn mit einem guten Gefühl an ein holländisches Pärchen weiter, die eine ähnliche Reise vor sich hat. Nicht ganz so weit, nicht ganz so lange. Nicht ganz so episch.
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Aber unser geliebtes Gefährt, das uns auf so viele Abenteuer mitgenommen hat, wird sie nicht enttäuschen.
Wow, ja, so einige Abenteuer! Die Naturschönheit Washingtons, das wilde, wenige beachtete Idaho, der Glacier und natürlich der Yellowstone Nationalpark, die unendlichen Weiten von Süddakota, die Sonnenfinsternis südlich von St. Louis, der Mississippi, der den Westen vom Osten der USA trennt, Rachelle, die uns in Detroit aufgenommen hat und uns über die Food Bank aufgeklärt hat, der Besuch von Serainas Eltern in Québec, New York, oh ja, New York.
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Dann dieser Baum, dieses Fabelwesen, die Angel Oak in Charleston, dunkelrotes Florida, Latino-Fever in Miami, tropisches Key West.
Die Musikhauptstadt New Orleans, der Alligatoren-Swamp Louisianas, und natürlich immer wieder dieser Mississippi.
Wieder diese Weiten, diesmal die Prärie in Texas, die Naturwunder an der Grenze zu Mexiko im Big Bend Nationalpark.
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Und schliesslich der wilde Westen New Mexicos, die Hopis in Arizona und unsere Familie in Kalifornien.

Amerika – ein Weltwunder.

Charlie und seine Lieblinge Nina und Fritz
Charlie und seine Lieblinge Nina und Fritz
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Übrigens, ich schreibe diese Sätze fünf Jahre nach unserer epischen Reise, mehr oder weniger aus dem Gedächtnis. Deshalb ist wohl so einiges verloren gegangen an Details. Wer aber gerne mehr Geschichten über die USA hören möchte, dem sei der Podcast des deutschen Reporters und USA-Liebhabers Dirk Rohrbach 50 States ans Herz gelegt, indem er Stories aus jedem einzelnen Staat der USA vorstellt.
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Für uns ist die Reise aber noch nicht zu Ende. Bloss das Kapitel „Roadtrip USA“. Vor unserem Abflug von San Francisco nach Mexico-City dürfen wir nochmals bei Ben in Oakland wohnen. Und weil er die selben Freunde in Mexiko hat wie wir, nehmen wir ihn kurzerhand mit uns mit aufs Flugzeug.
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Wir freuen uns und sind gespannt, was das sagenhafte Mexiko diesmal für uns auf Lager hat!

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Epische Reise 2016-18

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