-
Kambodscha
In der Hauptstadt Phnom Penh Durch Phnom Penh fahren die meisten Busse. So verbringt man immer wieder mal eine Nacht in dieser Riesen-Stadt am Fluss Tonle Sap, einer der Zuflüsse des Mekongs. Kabelgewirr Ein Vögeli auf Buddhas Bein Kep Ganz im Süden und am Meer befindet sich das kleine Kep. Doch darüber gibt es nicht viel zu erzählen. Vielleicht gäbe es viel zu erzählen, doch nicht aus meiner Sicht. Mein Körper lag die meiste Zeit frierend und mit Gliederschmerzen im Bett eines hölzernen Bungalows, der Geist mal weg, mal verschwommen da. Ich lag im Fieber. Ein- bis zweimal täglich schafften wir es auf die Strasse, um etwas zu essen und Früchte…
-
Zwei Wochen in Vietnam
Von Saigon fahren wir mehrere Stunden mit dem Bus gegen Osten, an den Strandort Mui Ne. Der Vorort Mui Ne’s ist der eigentliche Touristenort, eine lange Strasse entlang des Strandes, voller Resorts und Restaurants. Mui Ne selbst ist ein grösserer Ort mit einem Markt, Restaurants, Strassenständen und etwa zehn Resorts am Strand. Etwa fünf davon entwickeln sich langsam zu Geisterstätten. Der Beton ist voller Risse, die Treppen teilweise weggebrochen, die Anlage ungepflegt, der Strand voller Müll. Leider ist er fast überall vermüllt. Mui Ne Eine einzige Ausnahme ist ein Resort mit Angestelltem, welcher den ganzen Tag mit seiner Schubkarre die rund 30 Meter Strandbreite vor dem Resort abfährt und den…
-
Ankunft in Vietnam
Eine Stunde Verspätung, und der Flieger rührt sich noch immer nicht. Wir sitzen da, bequem, fast schon geniessend, während sich mein zappeliger Nachbar zunehmend vor Ungeduld im Sitz windet. In dieser multikulturellen, mehrheitlich indischen Gesellschaft fühle ich mich wohl und schon beinahe angekommen. Die Verzögerung wirkt wie eine erste, leise Einführung in die Entschleunigung des Lebens. Und nach sieben Stunden Flug kommt er dann, trotz allem, doch pünktlich an. Wir sind im Zwischenstopp in Delhi. Die Stadt ist grau. Wohl der Smog, der drückt. Während Corona konnte man von hier aus die Himalayaberge sehen. Wie wunderbar wäre es, wenn sich dieser Smog eines Tages für immer lüften würde, was ja…
-
Östgötaleden – eine kleine Wanderung durch Südschweden
Tag 1 – Von Heidelbeeren und Zweifeln Zuerst bin ich voller Vorfreude auf den Wald, doch beim Packen überkommt mich die Nervosität. Ich werde schusselig, vergesse ständig, was mir noch fehlt, verliere den Überblick. Noch in letzter Sekunde – kurz bevor ich ins Bett gehe – treffe ich auf einen Teilnehmer des Nei-Gong-Workshops (an dem auch Simon teilnimmt). Da er hier immer in der Hängematte schläft, erzähle ich ihm stolz, dass ich mir nun auch einen selbstgebastelten Underquilt zugelegt habe – eine wärmende Lage, die man zusätzlich unter die Hängematte spannt. Und sofort denke ich: Das Mätteli, das ich dafür brauche, habe ich ja noch gar nicht eingepackt! Packchaos So…
-
Ziegen, Felsen und Burgen in Kreta
Nach einem Monat in Akoumia, umgeben von unzähligen Büsis, kehren wir zurück nach Tsoutsouros – den Ort mit noch mehr Katzen. Doch diesmal sind sie wie vom Erdboden verschluckt. Wir können nur hoffen, dass sie einen sicheren und nahrungsreichen Platz gefunden haben. Es ist ein warmer Tag am 6. Juni – ideal für das Theophaniefest, was „Erscheinung eines Gottes“ bedeutet. Bei diesem christlich-orthodoxen Ritual, welches die Taufe Christi ehrt, wird ein Kreuz ins Wasser geworfen. Meist junge Männer stürzen sich hinein, tauchen eifrig danach, und wer es zuerst ergreift, soll für das ganze Jahr mit Glück gesegnet sein. Unverhofft stolpern wir mitten hinein. Eigentlich sind wir auf dem Weg zu…
-
Magie in Kreta
Oft werden wir gefragt, was wir eigentlich den ganzen Tag machen, wenn wir unterwegs sind. Nun, eins steht fest: Wir tun definitiv nicht „nichts“. Vielmehr lassen wir uns treiben. Und wenn uns etwas ins Auge springt, nehmen wir uns die Zeit, es genauer zu studieren. So à la „Das Leben lenkt uns, doch das Herz sagt uns, wo wir verweilen sollten.“ Unsere erste Unterkunft in Fourni (1h östlich von Heraklion) Im letzten Jahr haben wir fast ausschliesslich an GRAJF gearbeitet. Dieses Jahr habe ich mich hingegen der Buch- und Plakatgestaltung verschrieben. Tatsächlich hatte ich mir bereits im Sommer vorgenommen, mich diesen Winter intensiver mit dem Thema Buchdesign zu beschäftigen. Doch…
-
Rom
Es wurde Regen angekündigt, doch der Himmel strahlt in schönstem Blau. Das Hotelzimmer verfügt über einen eigenen Balkon. Bereitet man sich auf das Schlimmste vor, kann man nur positiv überrascht werden. Es verfügt auch über eine gemeinsame Küche und eigenem Bad, und ist sehr gemütlich eingerichtet. Simon ist bereits im Neigong-Workshop, ich habe es nicht eilig. Eigentlich wollte ich mir ganz Rom ansehen. Doch die Distanzen zwingen mich zur Entscheidung. Vom Hotel ziehe ich zur Engelsburg, im Dan Brown Buch war der geheime Treffpunkt der Illuminati hier einquartiert. Sie ist eindrücklich und harmonisiert mit der Mächtigkeit des Tibers (Fluss). Die Engelsburg Direkt am Tiber Die Ruhe am Tiber Hier könnte…
-
Mexiko und Kalifornien: Vom Dschungel, der Wüste, vom Schnee und den Wäldern
Nach Oaxaca fahren wir in den Dschungel Nach der Trockenheit in Oaxaca ist feuchtes Klima das einzige Soll. Die vertrocknete Haut braucht Feuchtigkeit. Ich schaue mir die Klimakarte Mexikos an. Tropisches Klima soll es sein, tief gelegen und mit viel Luftfeuchtigkeit. Es stehen nur zwei Regionen zur Auswahl. Eine gleich bei der Grenze zu Guatemala, also ganz im Süden Mexikos. Falsche Richtung, wenn wir nachher nach Mexiko Stadt gehen. Die andere am Golf von Mexiko, in der Region um Veracruz, also östlich von Oaxaca. Das scheint der richtige Ort zu sein. Und, wir kennen diese Region noch nicht. Es hat zum Glück nicht allzu viel Auswahl an günstigen, einfachen und…
-
In Kolumbien und Mexiko
„Wächst in einem Land die Avocado, dann können wir uns vorstellen, dort länger zu bleiben.“ So unser Motto. Wir sind in San Gil, mitten in Kolumbien. Unser Apartment liegt nur wenige Fussminuten vom Stadt-Zentrum entfernt. Durch die Strassen schlendernd entdecken wir Frauen mit ihren Strassenständen, die Avocados anbieten, welche pro Stück über ein Kilo wiegen. Riesentönder. „Leeecker.“
-
India
Today we dress in our oldest clothes to go out on the street. It's Holi, India's annual festival of colors. In the early morning, you can already hear the screaming of the kids outside. Annoying Goa music is blaring from the neighbor's decommissioned speakers.